FREIWILLIGES
SOZIALES JAHR (FSJ)

Text: Bettina Nowakowski
Fotos: Martin Kalb

„Es macht mir
Unfassbar
Spass Hier“

Termine koordinieren, Projekte vorbereiten und begleiten, administrative Aufgaben erledigen bis hin zur Begleitung beim Musikunterricht: Als FSJler in der Verwaltung gibt es an der Bietigheimer Musikschule im Schloss viele abwechslungsreiche Aufgaben, bei denen es auch auf Eigenverantwortlichkeit ankommt.
Nico Eubel ist 19 Jahre alt, kommt aus Tamm und leistet für zwölf Monate sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Bietigheimer Musikschule im Schloss als FSJler in der Verwaltung ab, während er auf seinen Studienplatz für Schulmusik wartet. Zu seinen Aufgaben gehören zum Beispiel die Koordination von Vorspielterminen, die Kommunikation mit Lehrern, die Öffentlichkeitsarbeit, Planung und Begleitung von Veranstaltungen, Unterrichtsplanung und die Betreuung des Instakanals. Aber auch im Musikunterricht kommt Nico Eubel zum Einsatz: als Unterstützung für die Lehrkra oder bei Musikproben von Chor und Orchester.

Nico Eubel hatte seit 2010 Blockflötenunterricht an der Musikschule, ein Grund, warum er sich als FSJler beworben hatte: „Ich
möchte in Freiburg Schulmusik studieren und nutze jetzt das Jahr nach dem Abitur, um hier Erfahrungen zu sammeln“, so der angehende Musikstudent. Zwar ist das Sekretariat der Musikschule sein Hauptarbeitsplatz, aber Nico Eubel schätzt auch, dass er hier die Möglichkeit hat, alle Bereiche der Musikschule kennenzulernen.

FSJ-LER ALS EINE WICHTIGE
UNTERSTÜTZUNG
Für Musikschulleiterin Barbara Hernandéz sind die FSJler an der Musikschule „ein sehr wichtiger, unterstützender Teil unserer Arbeit hier“, wie sie betont. In dem Freiwilligen Sozialen Jahr lernen die jungen Leute viel über das normale Arbeitsleben. Mitbringen sollte man hier ein Interesse an Musik, Teamfähigkeit und die Offenheit, mit vielen Menschen kommunizieren zu können. „Wir haben 64 Lehrkräfte hier, dann unsere Schülerinnen und Schüler, wir stehen ständig mit der Stadt in Kontakt, da muss man reden und sich auch schriftlich ausdrücken können“, so Barbara Hernandéz. „Man sollte schon Lust haben, mit den vielen bunten Menschen hier zusammenzuarbeiten“.

Die Hauptbewerber für einen Platz als FSJler in der Verwaltung kämen vorrangig direkt aus den eigenen Reihen der Musikschüler. Im Jahr gibt es drei bis vier Bewerber auf eine freie Stelle. Die FSJler sind nicht nur im täglichen Arbeitsablauf eine Entlastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Musikschule, sondern sie bringen auch Kreativität und neue Ideen mit. „Nico hat auch super Ideen und es ist gut, wenn alte Strukturen hinterfragt werden“, so die Erfahrung von Barbara Hernandéz. „Das klappt auch deshalb so gut, weil wir Nico viel zutrauen und in Eigenverantwortung viel machen lassen, denn kreatives Mitdenken ist sehr wichtig für unsere Arbeit.“ Es sei auch immer sehr interessant, festzustellen, wie sich die FSJler im Laufe der Zeit weiterentwickeln und ihre eigenen Fähigkeiten entdecken. „Sie lernen hier sehr viel über sich selbst“, so Barbara Hernandéz. Eine Erfahrung, die einem später im Studium, in der Ausbildung und erst recht im Arbeitsleben weiterhelfen kann.

Für Nico Eubel ist das FSJ auf jeden Fall ein Gewinn: „Es macht mir unfassbar Spaß, hier zu sein, allein schon die Chor- und Orchesterbegleitung ist toll, aber auch das Lernen, was alles zum Arbeitsalltag gehört.“ Sein Fazit: es lohnt sich, die Zeit bis zum Studium oder zur Ausbildung mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr zu überbrücken. „Die Vielseitigkeit hier ist das Schöne daran, es wird einfach nie langweilig“, meint Nico Eubel.

Weitere Informationen zum Freiwilligen
Sozialen Jahr unter
www.ib-freiwilligendienste.de