Ausbildung 2020:

Was ist neu? Ein Überblick

Teilzeitberufsausbildung

Bisher war die Möglichkeit einer Berufsausbildung in Teilzeit denen vorbehalten, die Kinder betreuen oder Angehörige pflegen. Ab 1. Januar 2020 steht die Berufsausbildung in Teilzeit (mit dem Einverständnis des auszubildenden Betriebs) grundsätzlich allen Interessierten offen. Auf diese Weise können beispielsweise auch Menschen eine Ausbildung beginnen, die gleichzeitig erwerbstätig sein wollen oder müssen.

Ausbildungsbudget

Das Budget für Ausbildung wird zum 1. Januar 2020 als eine neue Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben eingeführt – eine Alternative zum Berufsbildungsbereich in Werkstätten für behinderte Menschen.

Durch die Förderung sollen sie die Chance bekommen, eine betriebliche Ausbildung zu machen (unter anderem durch Assistenz am Ausbildungsplatz) – was zuvor unter den üblichen Rahmenbedingungen kaum möglich war.

Berufsausbildungsbeihilfe- und Ausbildungsgeld-Anpassungsgesetz

Zum 1. August 2020 tritt die zweite Stufe des Berufsausbildungsbeihilfe- und Ausbildungsgeld-Anpassungsgesetzes in Kraft. Damit werden die Bedarfssätze und Freibeträge bei der Berufsausbildungsbeihilfe und beim Ausbildungsgeld nochmals angehoben.

Gesetzlicher Mindestlohn und branchenspezifische Mindestlöhne

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab dem 1. Januar 2020 brutto 9,35 Euro.

Darüber hinaus gelten erhöhte branchenspezifische Mindestlöhne – ab dem 1. Januar 2020 in den Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen, dem Dachdeckerhandwerk, dem Elektrohandwerk, den Geld- und Wertdiensten, der Gebäudereinigung und der Pflegebranche sowie – ab dem 1. Mai 2020 – im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk und im Maler- und Lackiererhandwerk.

Bereits im Lauf des Jahres 2019 angehoben wurden die Mindestlöhne im Baugewerbe, im Gerüstbauerhandwerk und in der Zeitarbeit.